Tierklinik Tschabrun


Allergien

Ständiges Kratzen belastet Hund und Besitzer
Im Frühjahr leiden nicht nur Menschen unter Allergien, auch Tiere bleiben von dieser Krankheit nicht verschont. Sie hat viele Namen: Hautallergie, Atopie, Neurodermitis.

Verschiedene Ursachen
Hormonelle Umstellung, Pollen, Zecken und sich rasant vermehrende Flöhe fördern besonders im Frühling diese Erkrankung, wo hingegen Allergene wie Futter, Hausstaubmilben und Schimmelpilze das ganze Jahr über Probleme verursachen können. Durch ständiges Kratzen entstehen Wunden, die sich infizieren können und dadurch nässen und eitern.

Verschiedenste Behandlungen
Um herauszufinden, worauf der Hund allergisch reagiert, ist es sinnvoll, genau zu beobachten, wann die Probleme verstärkt auftreten und dann die Allergene zu minimieren. Weitere Behandlungen sind: antiallergische Medikamente, Antibiotika bei zusätzlichen Hautinfektionen, Bäder mit speziellen Shampoos, sowie eine Verabreichung von essentiellen Fettsäuren und Pilzpräparaten. Kommt der Juckreiz immer wieder, kann eine Blutuntersuchung den "Auslöser" aufdecken. Eine anschließende Desensibilisierung besteht aus einer längeren Injektionskur.

Neues Medikament ab April
In USA wird schon seit längerer Zeit ein neues Allergiemittel bei Mensch und Tier mit großem Erfolg angewendet, das nun auch in Österreich zur Verfügung steht. Allerdings muss betont werden, dass Allergien nicht heilbar, sondern nur beherrschbar sind und eine Behandlung ganz auf die Bedürfnisse des einzelnen Tieres abgestimmt werden muss. Oft ist eine Behandlung über einen langen Zeitraum notwendig oder sogar "lebenslänglich".

Was Tierbesitzer selbst unternehmen können

  • regelmäßige Entflohung und Zeckenbehandlung
  • absoluter Verzicht auf Wurst, Leberkäse und gewürzte Speisen
  • Fütterung einer speziellen antiallergischen Diät
  • Baden mit antiallergischen Heilshampoos (2 bis 3 mal pro Woche!)
  • Häufiges Staubsaugen
  • Gründliche und regelmäßige Reinigung der Liegeflächen
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Alte Hunde

So erleichtern Sie Ihrem betagten Haustier das Leben:
In den letzten 10 Jahren ist die Lebenserwartung unserer Hunde und Katzen um 25% gestiegen. Der Grund: bessere Fütterung und bessere medizinische Betreuung. Man sieht es ihnen nicht gleich an, wenn sie in die Jahre kommen. Und doch ändern sich die Bedürfnisse von Hunden und Katzen. Ältere Tiere brauchen eine altersgerechte Ernährung, Übergewicht schadet ihnen sehr. Auch Bewegung ist besonders wichtig. Überanstrengungen wie lange Bergtouren oder Laufen in der Sommer-Mittagshitze sollten allerdings vermieden werden.

Krankheiten früh erkennen
Zumindest einmal im Jahr sollte ein Besuch beim Tierarzt auf dem Programm stehen. Neben der jährlichen Impfung, Entwurmung und wenn nötig auch Floh-Behandlung, wird dabei besonderes Augenmerk auf Gebiss, Bewegungsapparat, Herz und Kreislauf gelegt. Bestimmte Verhaltensweisen können auf innere Erkrankungen hinweisen.

Schmerzfreier Lebensabend
Im Alter neigen Hunden und Katzen zu Erkrankungen der Niere, der Leber und des Herzens. Besteht ein Verdacht, kann mit einer einfachen Blutuntersuchung schnell Klarheit geschaffen werden. Viele Erkrankungen können - wenn schon nicht ganz geheilt - so doch sehr gut beherrscht werden. Und unsere geliebten Vierbeiner können ihren Lebensabend schmerz- und beschwerdefrei genießen.

Worauf es zu achten gilt

  • Müdigkeit, keine Kondition
  • Husten bei Aufregung
  • Bewegungsunlust, Unsauberkeit
  • vermehrte Aggressivität
  • anderes Fressverhalten
  • Mundgeruch, vermehrter Durst
  • veränderter Kot, Gewichtsverlust

Die Erscheinungen können harmlos sein. Sie können aber auch auf eine Erkrankung hinweisen. Ein Besuch beim Tierarzt schafft Klarheit.

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Welpenerziehung

Welpenerziehung für glückliche und ausgeglichene Hunde

Ziel der Welpenerziehung ist, dem Hund Selbstbewußtsein zu geben, aber auch Vertrauen in seine Menschen als "Rudelführer". Er muss wissen, dass sie ihn durch schwierige Situationen leiten und in der verwirrenden Welt beschützen. Dieses Selbstbewußtsein und Vertrauen kann ein Hund nur dann entwickeln, wennn er nicht meint, selbst der Rudelführer zu sein. Hunde, die sich als Rudelführer fühlen, sind überfordert, sie können in der modernen Welt zwischen Technik und Autos ihre Menschen nicht beschützen und werden ängstlich, unberechenbar und bisweilen aggressiv und gefährlich.

Das Wesentliche der Welpenerziehung

Sie müssen Ihrem Hund frühzeitig Grenzen setzen und diese konsequent einhalten. Hunde, die alles dürfen, fühlen sich nicht wohl und sind verstört. Die Strafe für schlechtes Benehmen dürfen keine Schläge sein, sondern Nichtbeachtung, was für den Welpen eine echte Strafe ist. Ihr Hund muss auch wissen, dass sein Mensch alles mit ihm machen kann, zB in den Mund und in die Ohren schauen, ihn bürsten, ihm das Futter wegnehmen usw. Richtiges Verhalten immer belohnen, bitte niemals einem Hund für schlechtes Benehmen, wie bellen, knurren, am Boden kratzen, quasi zur Ablenkung, ein Leckerli geben. Der Hund empfindet es als Belohnung und wird sein Verhalten wiederholen.

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Impfungen

Impfung ist etwas Natürliches

Wie funktioniert eine Impfung?

Das Immunsystem von Menschen, wie auch von Tieren, ist das ganze Leben lang mit hunderten Infektionen konfrontiert und versucht diese durch die Bildung von Antikörpern abzuwehren. Dieses Prinzip macht man sich bei Impfungen zu Nutze.

Impfstoffe werden aus extrem abgeschwächten Krankheitserregern hergestellt, außerdem wird nur eine winzig kleine Menge von diesen abgeschwächten Erregern verwendet. (Bei einer Infektion wären es um das zehntausendfache mehr). Nun wird der Impfstoff injiziert und das Immunsystem des Körpers wird auf natürliche Art gereizt: es bildet, als Reaktion auf diesen leichten Reiz, Antikörper in großer Zahl. Diese Antikörper sind ein körpereigenes Produkt und kreisen im Blut, ohne zu belasten und sind die Wächter der Gesundheit.

Was passiert bei einer Infektion von geimpften Tieren?

Viren oder Bakterien gelangen durch Ansteckung in riesigen Mengen in den Körper. Durch die Impfung sind Antikörper in genügender Anzahl vorhanden. Diese stürzen sich gleichsam auf die Krankheitserreger und neutralisieren sie. Das Tier wird gar nicht krank.

Was passiert bei einer Infektion von nicht geimpften Tieren?

Das Immunsystem ist überfordert, es bildet zwar Antikörper, die Zeit ist aber zu kurz, die großen Mengen an Krankheiserregern können nicht neutralisiert werden und das Tier erkrankt. Die Folgen sind schwerste Erkrankungen mit bleibenden Schäden, oder der Tod.

Hat die Impfung Nebenwirkungen?

Sehr selten gibt es leichte Nebenwirkungen, ungefähr fünf von hundert Tieren sind einen Tag nach der Impfung müde oder haben einen Reiz an der Injektionsstelle. Dies ist harmlos und ein Zeichen, dass das Immunsystem reagiert.

Frühere Leukose- und Tollwutimpstoffe haben bei Katzen äußerst selten Tumoren an der Einstichstelle entstehen lassen. Dieses Risiko ging in den letzten 10 Jahren, wegen der Verwendung von neuen Impfstoffen, Richtung null.

Die Nebenwirkungen einer Impfung stehen in keinem Vergleich zu den verheerenden Folgen einer Infektion!

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Nicht alle Impfungen müssen jährlich wiederholt werden

Nun liegen endlich unabhängige,wissenschaftliche Ergebnisse vor, die bestätigen, dass der Impfschutz gegen manche Erkrankungen länger anhält, so zB 3 Jahre bei Parvovirose, Staupe und Tollwut, 2 Jahre bei Leukose. Dieser länger anhaltende Schutz besteht aber nur nach richtiger Grundimmunisierung - 3x im 2. bis 4. Lebensmonat, 1x nach einem Jahr.

Gegen andere Erkrankungen muss jedoch jährlich geimpft werden, wie zB Leptospirose und Katzenschnupfen.

Inzwischen sind auch die Impfstoffe in einzelnen Komponenten erhältlich, was die Vorraussetzung für den neuen Impfplan ist. Wir beraten Sie bei der jährlichen Gesundenuntersuchung und stellen für ihr Tier einen individuellen Impfplan zusammen.

Sie bekommen natürlich auch weiterhin unsere Impfeinladungen zugeschickt.

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Ansteckungsgefahr für Hunde und Katzen in Österreich

7% der Katzen sind mit Leukose infiziert und eine Ansteckungsgefahr für nicht geimpfte Katzen.

Infektionen von Hunden, als auch Katzen, mit Parvovirose (Katzenseuche) sind nicht zu verhindern, da das Virus überall vorkommt und sehr widerstandsfähig ist - nur eine Impfung schützt ihr Tier.

Leptospirose der Hunde ist auch auf den Menschen übertragbar (200 menschliche Erkrankungen pro Jahr in Deutschland)- eine Impfung ihres Hundes schützt beide.

Österreich, Deutschland und Schweiz gelten als frei von Tollwut - diese, auch für den Menschen, sehr gefährliche Krankheit konnte nur durch Impfungen der Tiere eingedämmt werden.

Staupe des Hundes konnte durch Impfungen eingedämmt werden, heute kommen bei uns nur mehr Einzelfälle vor. Wo weniger geimpft wird, werden Staupeerkrankungen wieder häufiger - ähnlich wie bei den Masern des Menschen.

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Chip-Pflicht

Chip-Pflicht für alle Hunde in Österreich

Für den Grenzübertritt von Hunden, Katzen und Frettchen besteht schon seit ein paar Jahren die Chip-Pflicht.

Nun gibt es ein neues Gesetz, nach dem alle Hundebesitzer verpflichtet sind, ihr Tier "chippen" zu lassen, und ebenso ist die Registrierung dieses Chips in einer internationalen Datenbank und auf der BH Pflicht, auch wenn der Hund immer in Österreich bleibt.

Wir können gerne für Sie die Chipnummer ihres Hundes auf Richtigkeit der Daten und der Telefonnummer überprüfen, und ob eine amtliche Registrierung durchgeführt wurde.

Die Implantation des Chips erfolgt mittels einer Injektionsnadel unter die Haut, ist also keine Operation! Der Chip ist ca 5mm lang und verursacht keinen Reiz, Ihr Tier spürt davon nichts.

Vorteile des Chips

Die Chipnummer ist mit einem speziellen Gerät ablesbar. Wenn ihr Hund oder ihre Katze verloren gehen, wird die Chipnummer abgelesen und der Besitzer kann über die Datenbank sofort ausfindig gemacht werden und wird telefonisch verständigt. Dies funktioniert natürlich nur, wenn das Tier registriert ist, und die Telefonnummer noch stimmt. Eine neue Adresse oder Telefonnumer sollten in der Datenbank geändert werden!

Für Katzen gibt es eine Katzenklappe, in die man die Chipnummer der eigenen Katzen einprogrammieren kann und die sich nur dann öffnet, wenn diese hereinkommen wollen.

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Narkose

Wann braucht man eine Narkose?

Für Operationen, Zahnbehandlungen und Zahnsteinentfernen, Wundnähte nach Verletzungen. Manchmal braucht man eine Kurznarkose für die Röntgenuntersuchung oder die Blutentnahme.

Belastet oder schadet die Narkose?

Wir geben fast immer eine schonende Injektionsnarkose. Diese Narkose belastet nicht mehr als die einmalige Einnahme eines starken Schlaf- und Beruhigungsmittels. An inneren Organen, wie Herz, Leber oder Niere wird kein Schaden angerichtet.

Was vielmehr Schaden im ganzen Körper anrichtet, sind chronische Entzündungen, die durch unbehande Wunden entstehen, durch entzündetes Zahnfleisch, Eiterzähne und offene Tumoren. In allen diesen Fällen sollte man die Operation und Narkose nicht zu lange hinauszögern, da sonst ein bleibender Schaden an Herz, Nieren und Leber entsteht.

Wie gefährlich ist die Narkose?

Unsere Narkose ist ungefährlich, da wir bewährte und unschädliche Narkosemittel verwenden, außerdem kommt unseren Patienten unsere 25-jährige Erfahrung zu Gute. So stimmen wir die Dosis immer auf den Allgemeinzustand des Patienten ab, beginnen bei Risikopatienten mit sehr kleiner Dosis und können diese bei Bedarf vorsichtig erhöhen.

Wie lange braucht mein Tier bis es sich von der Narkose erholt?

Jüngere und gesunde Tiere sind nach 24 Stunden wieder fit, ältere Tiere mit gesundheitlichen Problemen brauchen höchstens zwei bis drei Tage.

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Herzerkrankungen

Unsere Hunde und Katzen werden heutzutage viel älter als früher. Dies ist auf eine bessere Gesundheitsvorsorge und bessere Ernährung zurückzuführen. Da unsere Haustiere jetzt ein höheres Lebensalter erreichen ist auch das Herz den Alterungsprozessen unterworfen. Das Herz lässt sich jedoch leicht behandeln.

Eine Herztherapie verbessert die Lebensqualität Ihrer Katze und ihres Hundes deutlich.

Wenn wir eine Herzerkrankung diagnostizieren, hat ihr Hund bereits eines, oder mehrere dieser Symptome:

Schlechte Kondition

Hecheln

Husten

Schwäche oder Einknicken der Hinterbeine

Ohnmachtsanfälle

Die Therapie darf nicht unterbrochen werden und muss bis an das Lebensende Ihres Tieres weitergeführt werden.

Wenn man mit den Medikamenten aufhört und es zum Rückfall kommt, spricht eine neuerliche Therapie nicht mehr so gut an.

Übrigens: Schlechte Zähne und Zahnstein begünstigen die Entstehung von Herzerkrankungen.

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Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse ist eine der wichtigsten Hormondrüsen des Körpers. Wenn sie aus dem Gleichgewicht gerät, kommt es zu schweren Erkrankungen, die den ganzen Körper und die Psyche beeinflussen.

Wenn zu viele Hormone produziert werden spricht man von einer Schildrüsenüberfunktion. Dies kommt bei Hunden selten vor.

Bei mangelhafter Hormonproduktion spricht man von einer Unterfunktion, die wir häufig bei Hunden finden, oft schon bei ganz jungen Tieren.

Die Diagnose stellen wir durch eine Blutuntersuchung. Das Hormon T4 können wir in unserer Klinik sofort bestimmen.

Eine Schilddrüsenerkrankung kann behandelt werden, meist genügen Tabletten gegen Über- bzw. Unterfunktion.

Wenn ihr Tier folgende Symptome aufweist, lassen sie es in unserer Tierklinik untersuchen.

SYMPTOME DER UNTERFUNKTION

der Hunde:

Sehr langsame Herzfrequenz,

Lustlosigkeit bis Depression,

starker Haarausfall, kahle Stellen, dunkle Hautverfärbungungen, Hautinfektionen.

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Fuchsräude

Fuchsräude

In letzter Zeit ist Ansteckung der Hunde mit Fuchsräude im Gespräch. Die Ansteckung kann nur durch Kontakt mit Füchsen erfolgen. Es sind also Jagdhunde und herumstreunende Hunde besonders gefährdet.

Die Symptome äußern sich in kahlen, juckenden Hautstellen, die später schuppig werden.

Wir wollen hier beruhigen : die Fuchsräude ist nicht neu, wir können sie mit einem Hautabstrich leicht diagnostizieren. Manchmal ist diese Krankheit lästig, aber nicht gefährlich und sie lässt sich gut behandeln. Wir verabreichen Tabletten oder ein spot on Präparat - beide wirken sehr gut.

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Scheinträchtigkeit

Scheinträchtigkeit - nur für Wölfe wichtig!

Bei der Scheinträchtigkeit der Hündin produziert der Körper Schwangerschaftshormone, obwohl keine Schwangerschaft besteht. Die Hormone täuschen erst eine Trächtigkeit vor, dann bilden sich Milchdrüsen und Milch wird abgesondert. Dies kommt bei unkastrierten Hündinnen häufig vor.

Die Scheinträchtigkeit ist von der Natur für das Wolfsrudel eingerichtet worden. Die kräftigsten Wölfinnen gehen auf die Jagd, auch wenn sie gerade Junge haben, die Schwächeren bleiben bei den Welpen, versorgen und säugen sie. Dies ist möglich, weil immer einige Wölfinnen gerade scheinträchtig sind.

Unsere Hunde sind jedoch keine Wölfe und leben nicht im Wolfsrudel. Die Scheinträchtigkeit und Laktation (Milchbildung) wird für die Hündinnen zur Belastung. Durch die veränderte Hormonlage erleiden sie oft psychische Störungen und können aggressiv oder verstört sein. Die Milchdrüsen können sich entzünden oder es entsteht ein Milchstau, da ja keine Welpen trinken. Darüber hinaus begünstigen häufige Scheinträchtigkeiten in späteren Lebensjahren Brustkrebs.

Die Scheinträchtigkeit sollte mit einem Antihormon behandelt werden. Es müssen über mehrere Tage Tropfen verabreicht werden.

Kastrierten Hündinnen bleibt die Scheinträchtigkeit mit ihren Folgeerkrankungen erspart.

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Kastration von Hündinnen

Was bedeutet Kastration von weiblichen Tieren?

Kastration weiblicher Tiere bedeutet, dass durch eine Operation die Eierstöcke und Teile der Gebärmutter entfernt werden.

Die Operation dient dem Zweck, ungeplante Schwangerschaften, zu frühes Decken, Inzucht, Scheinträchtigkeit und spätere Krankheiten wie Brustkrebs und eitrige Gebärmutterentzündung zu vermeiden.

Die Kastration dient deshalb dem Tierschutz.

Dieser Eingriff wird meist bei einem jungen und gesunden Tier vorgenommen und ist deshalb risikoarm und eine geringe Belastung für den Körper. Ihr Tier erholt sich innerhalb von 1 bis 2 Tagen, auch die Operationswunde fällt sehr klein aus, weil bei jungen Tieren die Eierstöcke und die Gebärmutter noch nicht verändert sind und man deshalb keine große Operationsstelle braucht. Nach 10 Tagen ist die Wunde vollständig verheilt und Ihr Tier kann wieder springen und laufen wie bisher.

Die Kastration verursacht keine Wesensänderung!

Wir empfehlen, Hündinnen vor oder nach der ersten Läufigkeit zu kastrieren. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Rasse und dem Wachstum ab, wir bieten Ihnen eine individuelle Beratung.

Hündinnen, die nicht kastriert werden, bekommen ab 6 Monaten ihre erste Läufigkeit, also ihren ersten Eisprung und sind deckbereit. Die Blutung begleitet den Eisprung und ist keine Regelblutung! Die Läufigkeit dauert drei Wochen und findet zwei Mal jährlich im Abstand von ca 6 Monaten statt. In dieser Zeit muss man auf seine Hündin gut aufpassen, unerwünschtes Decken und eine Trächtigkeit sind schnell passiert, denn Rüden riechen die Hormone kilometerweit.

Läufigkeit zwei Mal im Jahr heißt, dass nur zwei Mal im Jahr ein Eisprung stattfindet und der Körper Östrogen produziert. In den restlichen 8 Monaten des Jahres hat die Hündin eine Hormonpause, ähnlich dem Zustand nach der Kastration, es macht also nicht so viel Unterschied.

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Hormonelle Verhütung

Ein relativ ungefährliches hormonelles Verhütungsmittel, wie die Antibabypille für den Menschen, gibt es für Tiere leider nicht.

Uns stehen Progesteronpräparate zur Verfügung: Für Hunde in Form von Injektionen, der "Läufigkeitsverschiebung". Diese Progesteronpräparate sollten nur kurze Zeit gegeben werden, da sie auf Dauer Brustkrebs hervorrufen.

Für Hündinnen gibt es einen Hormonchip, der die Bildung der Geschlechtshormone ein paar Monate unterdrückt. Der Chip wird unter die Haut implantiert, hat keine schädlichen Nebenwirkungen, wirkt aber nicht sicher. Es kann also sein, dass die Hündin trotzdem trächtig wird.

Deshalb empfehlen wir den Hormonchip für die Hündin nicht. Die sicherste Methode mit den geringsten Nebenwirkungen ist weiterhin die Kastration!

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Hormonchip für Rüden

Pause von den männlichen Hormonen

Bei Rüden empfehlen wir den Hormonchip als Alternative zur Kastration. Wenn ein Rüde für einen gewissen Zeitraumraum sexuell ruhiggestellt werden soll oder wenn man die Kastration einmal „ausprobieren“ möchte, dann ist der Hormonchip die beste Wahl. 6 – 10 Monate lang wird die Bildung der männlichen Hormone, der Androgene unterdückt, dann ist die Wirkung vorbei und der Rüde ist wieder ganz der Alte.

Der Chip ist keine Hormonbombe – ganz im Gegenteil : die Hormonbildung wird an übergeordneter Stelle, nämlich in der Hirnanhangsdrüse gehemmt, es sind dadurch viel weniger Hormone im Blut vorhanden. Das heißt, der Chip ist keine Belastung!

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Blasenentzündung und Harnsteine

Verdacht auf Blasenentzündung besteht bei blutigem Harn und oftmaligem Absetzen kleiner Urinmengen.

Die möglichen Ursachen sind: Bakterielle Infektion , Prostataentzündung bei Rüden, Harngrieß oder Harnsteine. Durch den dauernden Reiz der Blasenschleimhaut entstehen Entzündungen, Schmerzen und oft auch Blutungen.

Die Diagnose stellen wir mittels Harnuntersuchung, Röntgen oder Ultraschall.

Die Behandlung erfolgt medikamentös, zur Unterstützung der Heilung hilft ein spezielles Urinary Futter , das den Harn ansäuert und damit eine Harngrießauflösung begünstigt. Auch Bakterien können sich im sauren Harn nicht mehr gut vermehren.

Harnsteine müssen wir meistens operieren.

Falls die männliche Harnröhre durch Harnsteine verlegt ist, kann das Tier keinen Harn mehr absetzen und es kommt zum Harnstau. Dies ist eine sehr gefährliche Situation, da es in kurzer Zeit zum Nierenversagen kommen kann. Es muss SOFORT behandelt oder operiert werden.

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Zähne

Zahngesundheit

Zahnstein und damit verbundene Zahnfleischentzündung, bereiten ihrem Haustier Schmerzen und üblen Mundgeruch. Wenn dies länger andauert, werden Zahnwurzeln eitrig und die ständige Entzündung belastet Herz und Niere.

Abhilfe schafft regelmäßige Zahnreinigung mit Ultraschall in leichter Narkose. In der Folge hat ihr Haustier keine Schmerzen mehr und gewinnt deutlich an Vitalität.

Die Narkose schadet ihrem Tier nicht, kranke Zähne aber schon!

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Hundewelpen - Impfung, Entwurmung, Chip

Impfung

Die erste Impfung muss ihr Hund mit 8 Wochen bekommen. Ab diesem Zeitpunkt ist er nicht mehr durch mütterliche Antikörper geschützt. Normalerweise bekommt Ihr Welpe die 1. Impfung beim Züchter, da man Welpen erst mit 10 Wochen von der Hundemutter wegnehmen darf.

Nachdem der Welpe sich bei Ihnen eingelebt hat, müssen die 2. und 3. Impfung mit 12 und 16 Wochen durchgeführt werden. Nach einem Jahr erfolgt eine Auffrischungsimpfung, und dann sind wir mit der sogenannten Grundimmunisierung fertig. Ab dem 2. Jahr müssen die meisten Komponenten nur mehr alle 3 Jahre geimpft werden, die Leptospirose jedoch jährlich.

Wenn Sie einverstanden sind, schicken wir Ihnen jedes Jahr mit der Post eine Erinnerung für die Impfung und Gesundenuntersuchung.

Vor diesen tödlichen Krankheiten muss ihr Hund geschützt werden:

Staupe, Parvovirose, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten, Tollwut.

Würmer

Würmer sind Parasiten und werden bereits über die Muttermilch übertragen. Schluckauf ist ein häufiges Symptom bei Spulwürmern. Andere Ansteckungsmöglichkeiten sind: Kontakt mit Hundekot, Kontakt mit andern Hunden oder mit Mäusen.

Würmer schädigen die Gesundheit ihres Welpen und machen ihren Hund anfälliger für Krankheiten, vor allem für Darminfektionen.

Außerdem besteht für Menschen die Gefahr der Ansteckung mit Spulwurmlarven oder dem Fuchsbandwurm. Kinder sind besonders gefährdet, da sie oft engen Körperkontakt zu ihrem Hund haben.

Am sichersten wirkt eine Entwurmung alle 3 Monate, mit Tabletten vom Tierarzt, die keine Nebenwirkungen haben und vor allem sicher gegen alle Würmer wirken.

Regelmäßige Entwurmungen sind unverzichtbar und schützen Ihren Hund und gleichzeitig Ihre ganze Familie!

Chip und EU-Pass

EU-Pass, Chip und Registrierung bei der BH und in einer Hundedatenbank sind in Österreich gesetzliche Verpflichtung. Welpen von seriösen Züchtern haben bereits Chip und EU-Pass und Sie müssen sich nur mehr um die Registrierung kümmern. Falls doch etwas fehlt, kümmern wir uns darum, dass alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllt werden.

Der Chip hat ausserdem den Vorteil, dass verloren gegangene Hunde zu ihrem Besitzer zurückverfolgt werden können.

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Alterstabelle Hund in Menschenjahren

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Patellaluxation

Vor allem kleine Hunderassen wie Malteser, Chihuahuas, Yorkshireterrier, Rehpinscher, Zwergpudel und Mischlinge dieser Rassen leiden sehr häufig unter Patellaluxation. Manchmal sind auch größere Rassen betroffen. Bei dieser Krankheit springt (luxiert) die Patella (Kniescheibe) aus dem Gelenk, sperrt es dadurch und das Bein wird hochgezogen. Meist springt die Patella nach 2-3 Schritten wieder zurück ins Gelenk, was manchmal mit Schmerzen verbunden ist und das Tier aufschreien lässt. Meistens verläuft dieser Vorgang jedoch schmerzlos.

Ursachen

Die Ursachen sind vererbt: Eine Fehlstellung des Kniegelenks und eine zu flache Gelenksfläche für die Kniescheibe.

Die Operation

Wir vertiefen die Gelenksfläche keilartig, damit die Kniescheibe wieder ins Gelenk greift. Falls nötig wird die Fehlstellung des Gelenks begradigt, indem der Knochenhöcker des Kniescheibenbandes abgestemmt und weiter seitlich wieder angeschraubt oder angepinnt wird. Dadurch verläuft das Kniescheibenband nun gerade und die Patella bleibt in ihrer Position. Die Heilungsphase beträgt 4 - 8 Wochen, in denen der Hund noch sehr geschont werden muss.

Laser

Nach der Operation beschleunigt eine Laserbehandlung die Heilung. Die Laserbehandlung wird drei mal durchgeführt und ist schmerzlos.

Hund genau beobachten
Wenn Sie einen Hund haben, der gelegentlich beim Laufen ein Bein hochzieht und ein paar Schritte auf drei Beinen weiterläuft, lassen Sie ihn in unserer Tierklinik untersuchen.

OP Knie

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Unser Online- Ratgeber für: