Tierklinik Tschabrun


Ernährung und Lebensqualität für Hunde und Katzen

In den letzten Jahren haben wir in unsere Klinik immer wieder gesehen, wie gut die richtige Ernährung unseren Patienten tut. Das richtige Futter ist besonders für alte und kranke Tiere wichtig, da es die Heilung unterstützt. Aber auch gesunde Tiere profitieren von einer hochwertigen Ernährung, die die richtige Nährstoffzusammensetzung für die jeweilige Größe und das entsprechende Alter der Tiere aufweist.

Aus unserer Erfahrung sind die gesündesten und ältesten Hunde und Katzen die, die immer ein hochwertiges Fertigfutter erhalten haben, ihrem jeweiligen Alter angepasst: also Starter (Baby)-Futter, Junior, Adult und Senior.

Aber nicht nur unterschiedliches Alter erfordert unterschiedliches Futter, auch die Größe und die Rasse hat Einfluß auf die Futterwahl. So braucht ein sehr kleiner Hund mit hohem Grundumsatz ein anderes Futter als z.B. eine Riesenrasse, die heikle Knochen und Gelenke hat und deshalb weniger Energie im Futter und ein richtiges Kalzium-Phosphorverhältnis benötigt. Es stehen zur Verfügung die Linien Mini, Medium, Large und Giant, wie diverse Rassefutter, zB Labrador-Retrieverfutter, Mops, Dackel uvm.

Auch für Katzen stehen verschiedene Futter zur Verfügung, abhängig davon ob sie dick, dünn, Freigänger, Hauskatze, männlich, weiblich oder Rassekatze sind. zB Young Male, Young Female, Perser, Maine-Coone-Futter uvm.

Lassen sie sich bei uns in der Tierklinik von unseren Tierärzten und kompetenten Mitarbeiterinnen beraten!

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Häufige Fragen und Irrtümer rund um den Fressnapf

Das Thema Ernährung ist nicht nur für uns Menschen sehr wichtig, auch die Ernährung unserer Haustiere spielt eine wichtige Rolle für deren Gesundheit. Über Tierernährung ist in der letzten Zeit viel geschrieben worden, das Internet strotzt nur so von selbsternannten Fütterungsexperten, die das Blaue vom Himmel erzählen. Manche Artikel entpuppen sich beim genaueren Lesen als eine wüste Mischung aus Wahrheit, Dummheit und glatter Lüge. Ich werde auf ein paar besondere „journalistische Leckerbissen“ weiter unten noch genauer eingehen

Immer wieder wird in verschiedenen Artikeln zu diesem Thema, die ungesunde Ernährung der Hunde und Katzen angeprangert und die Essgewohnheiten unsere Haustiere mit denen der Wölfe und Löwen verglichen – auch das weiter unten erwähnte „Barfen“ stützt sich grundsätzlich auf diesen Vergleich. Das ist nun aber ein grober Unfug: unsere Hunde und Katzen sind von Wölfen und Löwen etwa so weit entfernt, wie der heutige Mensch vom Neanderthaler.

Einerseits wird eine artgerechte Ernährung gefordert, einen Satz weiter regt sich die gleiche Autorin aber darüber auf, dass Haut und „Blutadern“ im Fertigfutter nachgewiesen werden konnten. Haut und Blutgefäße sind aber sehr natürlich! „Zu Fleischbrocken eingefärbtes Soja“ ist anscheinend ganz etwas schlimmes, dabei sind viele unserer Haustiere, die unter Futtermittelallergien leiden, gerade auf Soja angewiesen und auch dem Menschen wird ja empfohlen mehr Soja zu essen.

Eine ganz besonders intelligente Aussage habe ich kürzlich gelesen: „….im Fertigfutter enthaltene Mineralien und Spurenelemente sind nicht von natürlicher Art, sondern sind chemisch – synthetische Bulkware“. Nun weiß aber jeder (nur die Autorin dieses Artikels nicht), dass sowohl Mineralien als auch Spurenelemente nicht synthetisch hergestellt werden können, es sei denn man hat zu Hause einen Kernreaktor – sprich ein Atomkraftwerk.

Ich kann Sie nur bitten, solche Kommentare, die eine etwas seltsame Einzelperson aus Buxtehude, Hintertupfing oder sonstwo in der Einöde verfasst, nicht allzu ernst zu nehmen.

Und damit komme ich zum Futter der Firma Royal Canin, das wir in unserer Tierklinik anbieten. Bis vor 15 Jahren musste man bei verschiedensten Erkrankungen – zum Beispiel der Niere und der Leber - selbst für seinen Liebling nach bestimmten Rezepten kochen. Das war sehr mühsam und hat oftmals auch nicht funktioniert. Dann kamen die ersten Diätfutter auf den Markt (damals noch unter dem Namen „Waltham“). Die Erfolge waren großartig, ja ich möchte sogar sagen, diese Diäten für Leber, Niere, Futterunverträglichkeiten, Magen / Darmfunktionsstörungen usw. waren ein Meilenstein in der Behandlung dieser Krankheiten.

Daraufhin war unser Gedanke folgender: wenn eine Firma schon so gute Diäten herstellt, dann müssen die doch auch ein gutes Futter „für jeden Tag“ haben. Und so war es auch. Heute können wir Ihnen eine ganze Palette an verschiedenen Futtern anbieten, wobei mir ganz besonders die Einteilung in verschiedene Altersstufen und in verschiedene Größen gefällt – es gibt nicht ein gutes Futter für alle Rassen und alle Größen.

Nun möchte ich hier an dieser Stelle auf wichtige Fragen zur Ernährung unserer Tiere eingehen.

„Ist das billige Tierfutter in den Lebensmittelgeschäften nicht ausreichend?„
Grundsätzlich ja, aber es handelt sich dabei um ein sehr einfaches Futter, es ist immer noch besser, als die Tiere vom Tisch zu füttern. Bei diesen billigen Futtermitteln wird aber kein Unterschied gemacht zwischen großen, mittleren und kleinen Hunden, meist nicht einmal zwischen den verschiedenen Altersstufen. Nun hat aber ein 6 Monate alter Yorkshire Terrier ganz andere Bedürfnisse als ein 10 jähriger Schäferhund.
Bild: „Glauben Sie wirklich, dass diese zwei das gleiche Futter brauchen?“

„Für eine Katze ist die Maus immer noch das beste Futter.“
Nicht unbedingt das Beste, aber gar nicht so schlecht – zumindest wenn es sich um sterile, gesunde und wohlgenährte Mäuse handelt. Leider Gottes sind die Mäuse Überträger einer ganzen Reihe von Krankheiten (Bandwürmer nur als Beispiel). Außerdem sind viele Mäuse, die von Katzen gefangen werden, kranke, das heißt sie sind von ihrem „Nährwert“ her auch nicht gerade hochwertig.

„BARF Ernährung ist die beste Ernährung für Hunde“
Zunächst zur Erklärung: BARF heißt biologisch, artgerechtes, rohes Futter – es gibt aber auch noch andere Bezeichnungen. BARF ist nicht gleich BARF – es gibt hier verschiedene Denkansätze und daher auch verschiedenste Fütterungsmethoden.
Grundsätzlich kann man seinen Hund „barfen“, das heißt mit Rohkost ernähren, aber nur unter gewissen Voraussetzungen 1. Der Tierbesitzer muss sich sehr gut in der Tierernährung auskennen, sonst sind grobe Fehler unvermeidbar und das Tier leidet unter Mangelzuständen. 2. Man muss Zeit haben, da man die verschiedenen Futterbestandteile abwiegen und mischen muss. 3. Das Haustier darf nicht heikel sein, sonst sucht es sich nur die leckeren Bestandteile heraus, der Rest bleibt liegen und wir haben wieder eine grobe Mangelernährung.
Man sollte sich auch bewusst sein, dass diese Ernährung auch in keinem Fall artgerecht ist und das bei rohem Fleisch ein beträchtliches Infektionsrisiko besteht (Toxoplasmen, Bandwürmer, Aujesky Viren usw.). An anderer Stelle habe ich noch etwas ausführlicher uber BARF geschrieben.

„Um einem Mangel vorzubeugen, füttere ich zum Rohfutter noch Vitamin und Kalciumtabletten dazu.“
Das ist nun wirklich ein grober Unfug. Abgesehen davon, dass man den Grundgedanken des „Barfens“ damit völlig außer Acht lässt, weiß man auch nach Beifütterung diverser Tabletten immer noch nicht, ob man den Hund ordentlich ernährt hat (teilweise überversorgt, teilweise unterversorgt).

„Ich möchte kein Fertigfutter füttern, da sind künstliche Lockstoffe drinnen“.
Das mag vielleicht für billige Futter stimmen. Im Futter der Firma Royal Canin, das wir in unserer Klinik anbieten, sind keine künstlichen Lockstoffe. Der gute Geschmack kommt von einem Hühnerleberextrakt, ist also etwas völlig Natürliches.

Warum sollen unsere Haustiere nichts vom Tisch bekommen?
Menschliche Nahrung ist öfters stark gewürzt, in Fertigsaucen sind Geschmachsverstärker, Wurst und andere Produkte enthalten Nitrate und Pöckelsalze … Die Liste ließe sich weiter fortsetzen – all das tut unseren Tieren nicht wirklich gut, viele reagieren mit Durchfall oder bekommen eine Futtermittelallergie. Abgesehen davon sollte man vor allem Hunde nicht daran gewöhnen, bei Tisch zu betteln.

Fertigfutter erzeugt Allergien:
Stimmt nicht! Wir sehen Futtermittelallergie vor allem bei der Fütterung vom Tisch. Andererseits reagiert natürlich ein Tier, das Rindfleisch nicht verträgt, auf eben dieses Rindfleisch, gleichgültig ob es nun vom Tisch kommt oder in einer Dose oder in einem Trockenfutter drinnen ist. Es gibt gerade spezielle Fertigfutter, die als Behandlung dieser Erkrankung eingesetzt werden.

Im Fertigfutter sind synthetische Zusätze:
Dabei handelt es sich meist um zugesetzte Vitamine. Diese sind, da sie in der richtigen Menge zugefügt werden, nicht gesundheitsschädlich – es hat ja jeder von uns auch schon einmal Vitamine geschluckt. Man kann über den Nutzen diskutieren und darüber ob nicht die natürliche Kombination mit Vitalstoffen besser wäre. Es gibt leider wenig Tiere, die freiwillig Tomaten, Salat usw. noch dazu in ausreichender Menge zu sich nehmen.

Was ist artgerechte Ernährung?
Das ist sehr schwer zu definieren, da unsere Haustiere sich über Jahrtausende weiterentwickelt haben und mit ihren Urahnen in der Wildnis gar nichts mehr zu tun haben. Wir haben in unseren Häusern nun eben Hauskatzen, Dackel und Schäferhunde – eine artgerechte Ernährung muss auf diese verschiedenen Rassen Rücksicht nehmen – gerade ein hochwertiges Fertigfutter macht das.

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Die richtige Welpenernährung von großen Hunderassen

Früher waren es vor allem Mangelzustände, die zu schweren Erkrankungen geführt haben : die damals übliche Ernährung der Hundewelpen mit reinen Fleisch und anderen Schlachtprodukten führte in sehr vielen Fällen zu einem massiven Kalziummangel, der für viele Hunde mit schmerzhaften bis tödlichen Veränderungen des Skelettes einherging.

Die Situation heute ist völlig anders : in unserer Überflussgesellschaft werden natürlich auch die Hunde viel besser oder sogar zu gut ernährt. Welpen von großen Rassen und Riesenrassen werden mit Energie und Kalzium überversorgt und sie wachsen dadurch viel zu schnell. Die Folge sind Erkrankungen des Bewegungsapparates wie zu Beispiel die Hüftgelenksdysplasie ( HD ), Ellbogendysplasie, Kniearthrose mit anschließendem Kreuzbandriß und andere degeneratives Knochen und Gelenkserkrankungen.

Heute hört man immer wieder, dass ein Hund natürlicherweise mit Fleisch gefüttert werden soll. Gerade bei wachsenden Hunden ist so eine Ernährung als gefährlich einzustufen. Niemand weiß wirklich wie viel Energie und Kalzium im Fleisch ist und daher kann auch niemand sagen wie viel und welche Flocken oder Vitamine oder Kalziumtabletten zum Fleisch dazugefüttert werden sollen. Die Folge einer solchen Ernährung ist meist ein Kalziummangel, kann aber auch ein Kalziumüberschuss sein, wenn man es mit dem Befüttern von Tabletten zu gut meint. „Zu Hause zubereitetes Futter hat sehr häufig einen zu geringen Kalziumgehalt„ (Prof. Dr. Francis A. Kallfelz – Cornell University – USA).

Sowohl der Kalziummangel als auch der Kalziumüberschuss führt bei großen Hunderassen und Riesenrassen zu schwersten, schmerzhaften gesundheitlichen Störungen!

Übrigens bekommen auch kleinere Hunderassen gesundheitliche Probleme, wenn sie in ihrem Wachstum falsch ernährt werden.

In jedem Fall ist eine geeignete fertige Welpennahrung die sicherste Methode einen gesunden Hund aufzuziehen !

Dabei muss es unbedingt zwischen Futter für kleine, für mittlere, für große Hunde und für Riesenrassen unterschieden werden. Die verschiedenen Hundegrößen haben in unterschiedlichen Altersstufen ganz andere Ansprüche an ihre Nahrung.

Außerdem sollte der Hund im Wachstum nicht zu dick sein: Das Ziel der Ernährung ist immer ein schlanker Hund, dessen Rippen sichtbar oder deutlich tastbar sind!

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Die Ernährung von Hunden mit degenerativen Gelenkserkrankungen

Degenerative Gelenkserkrankungen greifen den Gelenksknorpel an, er wird dünner und rauer und kann die Stöße bei der Bewegung nicht mehr so gut abfedern. Dieser Prozess geht meist über Jahre, wobei die meisten Tiere erst sehr spät Schmerzen und Lahmheit zeigen.

Mit der richtigen Ernährung kann dieser abbauende Prozess in vielen Fällen verlangsamt oder sogar gestoppt werden. Einerseits ist natürlich darauf zu achten, dass die Tiere nicht übergewichtig sind, wenn doch ist mit einem Abnehmfutter allein meist schon eine deutliche Verbesserung zu erreichen.

Andererseits gibt es jetzt auch spezielle Futtermittel für Hunde mit Gelenksschäden: Mobility-Supportfutter. In diesem sind Chondroitinsulfat und Glucosamin enthalten. Beide Substanzen werden in den Gelenksknorpel eingebaut, helfen somit der Regeneration und verhindern weiter Schäden und Schmerzen. Omega 3 Fettsäuren und verschiedene Antioxydantien und Radikalfänger schützen die Gelenke vor freien Radikalen und wirken auf diese Weise schmerzlindernd.

Um eine Wirkung zu zeigen müssen diese Futtermittel aber über einen längeren Zeitraum gefüttert werden.

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BARF- Ernährung

Weil es in aller Munde ist, möchte ich noch einmal auf die BARF – Ernährung eingehen. BARF ist die Abkürzung von Biologisch, Artgerecht, Rohe Fütterung. Es ist aber keine einheitliche Ernährungslehre, sondern es gibt hier viele verschiedene Denkansätze, die sich dann in ganz verschiedenen Fütterungsvorschlägen äußern.

Grundsätzlich kann man sein Haustier BARF ernähren. Man sollte sich aber der Probleme und Risiken dieser Ernährungsform bewusst sein und man sollte wissen, was BARF nicht ist.

Es ist nämlich sicher keine artgerechte Ernährung, da sie zumindest teilweise auf der Ernährungsweise der Wölfe beruht. Es ist einfach ein grober Unfug, unsere Hunde (vom Chihuahua bis zum Bernhardiner) erstens alle gleich und zweitens wie die Wölfe ernähren zu wollen. Das kann einfach nicht gut gehen.

Will man nun seinen Hund „barfen“, so muss man sich in der Hundeernährung sehr gut auskennen, man muss sehr viel Zeit aufbringen (verschiedene Futtermittel wiegen, schneiden und mischen) und der Hund sollte absolut nicht heikel sein.

Die Risiken? Hier möchte ich auf die verschiedenen Risiken roher Nahrung (Salmonellen, Toxoplasmen usw.) gar nicht genauer eingehen, das würde zu weit führen. Ich möchte lieber 2 ganz spezielle Ernährungssituatione erwähnen, wo ich die BARF Ernährung eindeutig ablehne, weil sie den Tieren großen Schaden zufügen kann.

Hunde mit einen Erwachsenengewicht von über 30 kg neigen – wie ja jeder Hundebesitzer weiß – sehr dazu im fortschreitenden Alter Gelenksprobleme zu bekommen (die HD ist ja nur die bekannteste Gelenkserkrankung). Früher hat man dies rein auf die Zucht zurückgeführt. Die Forschungen der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass die richtige Ernährung in der Wachstumsphase (hier betrifft es v.a. den Energie – und Eiweissgehalt und die Kalzium und Phosphorkonzentration) einen ganz entscheidenden Einfuß auf die Entstehung von Arthrosen hat. Wichtig zu wissen ist nun, dass sowohl eine Mangelernährung, als auch eine Überversorgung zu schweren Krankheiten führt.

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Abnehmdiäten

Hier gibt es 3 verschiedene Möglichkeiten:

Obesity:
Oje – Abnehmfutter, das wird mein Liebling nicht essen, denkt sich sicher so mancher Tierbesitzer. Stimmt nicht - oder probieren geht über studieren. Auch auf dem Gebiet der Akzeptanz wurden ganz große Fortschritte gemacht und so ist auch das Abnehmfutter sehr schmackhaft: es hat einen großen Anteil an hochwertigem Eiweiß, während Fett und Kohlenhydrate reduziert und durch Ballaststoffe ersetzt wurden – welcher Hund und welche Katze essen denn nicht gerne Fleisch? Was ist noch in diesem Futter: gelenksschützende Substanzen, da gerade übergewichtige Tiere ihre Gelenke strapazieren, L– Carnitin zur Fettverbrennung, essentielle Fettsäuren für ein schönes Fell, ausgewogene Mineralstoffe und Antioxidanzien zum Schutz der Körperzellen.

Weight controll:
Hier ist zusätzlich zu dem hohen Eiweißanteil bei gleichzeitig reduzierten Fett auch noch der Anteil an bestimmten Fasern (Balaststoffe) erhöht, was zu einer zusätzlichen Sättigung führt, gleichzeitig aber auch für andere Einsätze wichtig ist (Verstopfung, Dickdarmentzündung etc.)

Satiety support:
Bei diesem Futter ist der Balaststoffanteil noch höher, was nun einerseits das Sattheitsgefühl fördert, die Kalorien aber noch weiter reduziert. Gleichzeitig ist natürlich der Kot wegen den vielen Fasern noch voluminöser.

Wie Sie sehen, gibt es 3 verschiedene Futtermittel für Tiere mit Gewichtsproblemen, man kann also seinem Liebling auch Abwechslung bieten. Daneben gibt es auch kalorienreduziertes Futter für Tiere mit spezifischen anderen Problemen:

  • Gastrointestinal moderate energy: Darmstörung und Übergewicht
  • Hypoallergenic moderate energy: Futtermittelallergie und Übergewicht
  • Sensitivity controll: Futtermittelallergie und Übergewicht
  • Urinary moderate energy: Harnblasenentzündung und Übergewicht
  • Mobililty support: Gelenksprobleme und Übergewicht

Sicher mag trotz allen diesen tollen Inhaltsstoffen nicht jedes Tier diese Nahrung, die meisten essen sie aber sehr gerne und viele sogar mit Genuss. So kann man seinem Tier auf zweifache Weise etwas Gutes tun: Genuss und Abnehmen. Probieren Sie es einfach einmal aus. Übrigens - es gibt auch kalorienreduzierte Belohnungssnacks – es muss ja nicht immer Wurst sein.
Übrigens: für Übergewicht ist meist nicht das normale Hundefutter (üblichweise 2 x täglich) verantwortlich, sondern die kleinen Leckerli und Belohnungen zwischendurch.

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Antiallergiediät

Ich möchte hier auch auf die Artikel „Ernährung und Haut“ und „Ohrenentzündung“ hinweisen, wo über die Futtermittelunverträglichkeit und Futtermittelallergie einiges wissenswertes geschrieben steht. Bei beiden Erkrankungen kommt es zu Überreaktionen des Körpers als Antwort auf einen Futterbestandteil (meist ein Eiweiß).

Zur Behandlung gibt es nun 2 Ansätze: entweder ich füttere mein Tier mit einem Eiweiß, das es noch nie zuvor gegessen hat (und deshalb darauf auch gar nicht überempfindlich - allergisch reagieren kann) oder ich zerlege das im Futter enthaltene Eiweiß in so kleine Teile, dass diese nicht mehr allergen wirken, das heißt der Körper erkennt sie nicht mehr als Eiweiss.

Für beide Denkansätze gibt es ein geeignetes Futter: Sensitivity controll und Hypoallergenic. Das erste ist dadurch, dass es Fisch enthält, auch gleichzeitig sehr kalorienarm, das zweite ist viel üppiger, dafür gibt es auch eine kalorienreduzierte Variante.

Selbstkochen ist sicher auch eine Möglichkeit, die wir aber nicht sehr empfehlen. Es ist sehr schwer eine geeignetes Eiweiß zu finden (Pferde-, Renntier-, Straußenfleisch etc.), das Kochen ist sehr aufwendig und trotzdem sind mit der Zeit Mangelzustände fast nicht zu vermeiden. Wenn man nun weiß, dass so eine Diät wahrscheinlich lebenslang verfüttert werden muss, dann verstehen Sie sicher, dass es nur wenige Tierbesitzer gibt, die das durchhalten.

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Leber- und Nierendiät

In beiden Fällen gibt es sowohl ein Trockenfutter als auch ein Feuchtfutter (bei der Nierendiät sogar in verschiedenen Geschmacksrichtungen). Beide Diäten sind ganz speziell auf die Bedürfnisse unserer kranken Patienten zurechtgeschnitten. Bei der Nierendiät („Renal“) wird diese Organ zum Beispiel durch einen reduzierten Phosphorgehalt, durch einen hohen Gehalt an Antioxydantien und durch eine hohe Energiedichte (kleinere Mengen reichen schon zur Deckung des Grundbedarfes) entlastet. Bei der Leberdiät („Hepatic“) wird der gleiche Effekt durch einen geringen Kupfer -, einen geringen Salz und einen hohen Zinkgehalt erreicht. Wir arbeiten jetzt schon viele Jahre mit diesen und anderen Diäten und können oft zusehen, wie gut sich unsere Patienten mit dem richtigen Futter erholen. Wir wissen also aus jahrelanger Erfahrung, wie gut ein hochwertiges Fertigfutter ist.

Es ist für uns deshalb völlig unverständlich und wir finden es auch unverantwortlich, wenn „Tierernährungsspezialisten“ alle Fertigfutter in einen Topf werfen, die Tierbesitzer verunsichern und ihnen auch noch ein schlechtes Gewissen machen („Sie vergiften Ihren Liebling“).

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Gelassenheitsdiät

Calm – das Beruhigungsfutter:
Dieses spezielle Futter ist für Hunde und Katzen geeignet, die sich in Stresssituationen befinden oder in eine solche kommen. Einerseits ist es besonders hoch verdaulich, andererseits stärkt es auch die Hautbarriere – Magen-Darm und die Haut sind ja in solchen Situationen besonders gefährdet. Im Calm Futter sind aber auch 2 besondere Substanzen (ein Milchprotein und eine Aminosäure), die direkt beruhigend wirken. Ich möchte besonders betonen, dass es sich dabei nicht um ein „Beruhigungsmittel“ handelt, sondern um natürlich vorkommende Stoffe, die sich stressmindernd bemerkbar machen, ohne das Tier schläfrig zu machen.

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Urinary – Harnstein / Blasenentzündungsdiät

Eine unserer wichtigsten Diäten ist Urinary – ganz speziell bei Katzen. Diese Diät schmeckt nicht nur sehr gut, sie hat auch zwei ganz wichtige Eigenschaften: sie erreicht eine sauren pH Wert des Harnes, wodurch einerseits Bakterien abgetötet werden, andererseits vorhandener Harngrieß oder Harnsteine aufgelöst werden. Gleichzeitig wird das Harnvolumen vergrößert, sodass Harngrieß auch leichter ausgeschieden wird.

Wie schon oben erwähnt, neigen vor allem Katzen, die ihren Harn sehr stark konzentrieren können und dadurch mit sehr wenig Wasser auskommen, unter Harngrieß und Harnsteinbildung. Während bei Kätzinnen, die eine kurze und weite Harnröhre haben, diese sehr leicht abgehen, bleiben sie beim Kater mit ihrer langen und sehr engen Harnröhre oft stecken, was dann zu sehr akuten Problemen führen kann. Wenn eine Katze oder ein Kater schon einmal Probleme mit Harngrieß oder Harnsteinen gehabt hat, empfiehlt sich eine regelmäßige, vorbeugende Diätfütterung mit Urinary, um das Problem erst gar nicht mehr entstehen zu lassen.

Ganz neu gibt es jetzt auch Urinary moderate energy für Tiere die Blasenprobleme haben und übergewichtig sind.

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Magen- Darmdiät

Gastrointestinal:
Diese Diät ist für verschiedenste Verdauungsstörungen geeignet und kann auch als Vorbeuge bei sehr empfindlichen Tieren eingesetzt werden. Ein mittlerer Eiweißgehalt, besonders gut verdauliches Eiweiß, hohe Energiedichte und ein ausgewogener Anteil an fermentierbaren Fasern sorgen dafür, dass der Magendarmtrakt bei Durchfällen etc. nicht überfordert wird und sich sehr schnell wieder erholt.

Es gibt eine eigene Variante für junge Tiere (Gastrointestinal junior), die ja im Wachstum besondere Ernährungsansprüche haben und eine kalorienreduzierte Variante für übergewichtige Tiere (Gastrointestinal moderate calorie).

Zwei besondere Diäten für ganz spezielle Einsätze gehören thematisch auch hierher: Gastrointestinal low fat ( v.a. für Störungen der Bauchspeicheldrüse ) und Fibre response für Entdarmentzündungen.

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Ernährung von Hasen und Meerschweinchen

Hasen oder Meerschweinchen können herzige, kluge und treue Haustiere sein. Als Besitzer möchte man Ihnen nur das Beste geben und macht deshalb oft den Fehler, diese kleinen Tiere zu überfüttern.

Überfüttern oder unausgewogenes Füttern wirkt sich bei Hasen und Meerschweinchen unmittelbar lebensgefährdend aus, anders als bei Hunden und Katzen, wo erst langfristig Schäden zu erwarten sind.

Hasen und Meerschweinchen sind Pflanzenfresser mit einem sehr langen und empfindlichen Darm, in dem viele Bakterien der Darmflora in einem ausgewogenen Gleichgewicht leben. Kommt es durch falsche Fütterung, wie zu viel Gras, Gemüse, Salat oder Körnermischung zu einer Entgleisung der Darmflora entstehen schnell lebensbedrohende Zustände. Sowohl Durchfall als auch Verstopfung sind bei Hasen und Meerschweinchen sehr gefährlich, da es zu einer Selbstvergiftung über den Darm oder zu Darmverschluss kommen kann. Beide Krankheiten müssen sofort behandelt werden.

Da beide Tierarten ursprünglich aus sehr kargen Gebieten stammen, Hasen aus kahlen Steppengebieten und Meerschweinchen von 4000m hohen Ebenen in Südamerika, tut man ihnen nur gutes wenn man sich bei der Fütterung zurückhält.

Wir empfehlen: 1-2 Eßlöffel Körnerfutter oder die doppelte Menge Spezialfutter morgens, ein Salatblatt oder Kräuter, ½ Karotte täglich.

Vorsicht bei frischem Gras im Freien (sehr eiweißreich), keine Knabberstangen, kein Brot, die meiste Zeit sollte nur Heu zur Verfügung stehen.

Heu ist das gesündeste Nahrungsmittel, wird aber von den Tieren nur genügend gefressen, wenn nichts anderes, schmackhafteres zur Verfügung steht.

Außerdem ist Heu sehr wichtig für die Abreibung der ständig wachsenden Zähne.

Sie erhalten bei uns gesunde Spezialfuttermittel für Hasen und Meerschweinchen.

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Futterservice der Tierklinik Tschabrun

Als Tierklinik sind wir bemüht, unseren Kunden - neben medizinischen Diäten für verschiedenste Krankheiten - auch ein hochwertiges Futter „für jeden Tag“ anbieten zu können. Wir führen deshalb Futter der Fa. Royal Canin, das

  • sehr schmackhaft und sehr gesund ist,
  • ohne Tierversuche hergestellt wird
  • und das es für jedes Alter, jede Körpergröße und für verschiedene Rassen in der jeweils besten Zusammensetzung gibt.
  • Es wir ausschließlich Fleisch und gentechnikfreies Soja aus Europa verwendet, vor allem das Geflügelfleisch kommt auch aus der EU!
  • Es werden keine künstlichen Lockstoffe eingesetzt, der gute Geschmack kommt von einem Leberextrakt.

Da es aber für uns nicht möglich ist, alle Futtermittel in allen Größen auf Vorrat zu haben, wir Ihnen unser Futter auch immer möglichst frisch anbieten wollen und unsere Klinik nicht den ganzen Tag über geöffnet ist, bieten wir Ihnen folgenden Futterservice an:

  • kleine Säcke sind bei uns immer lagernd
  • Wenn Sie einen großen Sack (12 oder 14 kg) wollen, rufen Sie bitte kurz vorher an, wenn er nicht lagernd ist, können wir ihn von Montag bis Donnerstag 11 Uhr Mittags innerhalb von einem Tag bestellen – Sie bekommen immer das frischeste Futter.
  • Als unsere Kunden sind Sie auch nicht an die Öffnungszeiten der Tierklinik gebunden: Wenn Sie ein Futter bestellen, richten wir Ihnen dieses vor der Eingangstüre her und legen Ihnen einen Zahlschein dazu – so können Sie jederzeit die Bestellung abholen und bequem bei der Bank einzahlen.

Bitte beachten Sie unsere 10 + 1 Aktion.
Sie bekommen jeden 11. Futtersack gratis –
damit ihr Liebling immer die beste Ernährung bekommt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Service dienen können. Für Informationen und Bestellungen sind wir unter der Tel. Nr. 05552 66755 erreichbar.

Gesunde Ernährung – das Wohl Ihres Tieres liegt uns am Herzen!

Futter

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Fertigfutter für Hunde oder Futter selbst zubereiten?

Hunde sind keine Wölfe

Oft wird behauptet, Hunde müssen wie Wölfe ernährt werden, das heißt mit vorwiegend Fleisch. Getreide sei eine Erfindung der modernen, industriellen Tierernährung und damit völlig unnatürlich.

Doch unsere Hunde sind längst keine Wölfe mehr. Die Vorfahren unseres Haushundes haben sich vor vielen Tausend Jahren den Menschen deshalb genähert und angeschlossen, weil im Umkreis der Menschen Essensabfälle zu finden waren. Und diese Abfälle waren nun einmal hauptsächlich Getreide. So hat sich der Darm und die Verdauung der Hunde über Jahrtausende an das Leben mit dem Menschen angepasst und hat nichts mehr mit den ursprünglichen Wölfen zu tun. Im Körper unserer Hunde wirkt zuviel Fleisch schädlich! Leber und Niere werden überlastet, wenn wir zuviel Fleisch füttern.

Natürlich kann man für seinen Liebling auch selbst kochen

Viele Tierbesitzer haben ein besseres Gefühl, wenn sie selbst bestimmen, was ihr Hund in die Futterschüssel bekommt. Man muss jedoch einiges beachten, um seinem Tier wirklich etwas Gutes zu tun

Der Fleischanteil sollte nicht mehr als 50% betragen und auf jeden Fall gekocht sein. Rohes Fleisch birgt ein zu großes Risiko für Infektionen: Salmonellen, Toxoplasmen, Aujiesky Virus, Bandwürmer usw.

Ca. 40% gekochte Kohlehydrate sind vorteilhaft ( Getreide, Kartoffel, Reis). Fett, verschiedene Gemüse, Vitamine, Mineralstoff- und Spurenelementzusätze runden die Ernährung ab.

Man muss sich als Besitzer viel Zeit nehmen, das Einkaufen, Kochen und die richtige Zusammensetzung sind aufwendig. Menschliche Speisereste vom Tisch sind absolut verboten. Trotzdem sollte man sich bewußt sein, dass auch bei sorgfältigster Wahl der Futterzusammensetzung ein gewisses Restrisiko für eine Fehlernährung besteht. Da kann eine Bluuntersuchung in unserer Tierklinik solche Ernährungsfehler aufdecken.

Fertignahrung ist eine gesunde Alternative. Damit kann man nichts falsch machen und es bleibt mehr Zeit, um sich mit seinem Hund zu beschäftigen.

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Gluten, Getreide, Kohlehydrate in der Hundeernährung

Was ist Getreide?

Der Hauptbestandteil von Getreide ist Stärke. Stärke ist Kohlenhydrat und ein hochwertiger Energielieferant, den der Körper unbedingt zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen braucht. Man kann darüber diskutieren, ob es Weizen, Roggen, Gerste, Kamut, Vollkorn oder Bio sein soll, grundsätzlich ist die Stärke immer die Gleiche.

Was ist Gluten?

Gluten ist ein im Weizen und anderen Getreidesorten vorkommendes Eiweiß. Es ist ein hochwertiges, sehr gut verdauliches Eiweiß. 1 % der Menschen leiden unter einer erblich bedingten Erkrankung, der Zöliakie und vertragen dadurch das an und für sich gesunde Gluten nicht.

Im Zuge dieser menschlichen Unverträglichkeit ist Gluten nun auch für Hunde in Frage gestellt worden. Bis jetzt ist diese Unverträglichkeit aber nur bei einer englischen Zuchtlinie von Irisch Settern aufgetreten, sonst noch nie ! Das heißt, dass es Glutenallergie bei Hunden äußerst selten gibt.

Ist Getreide schädlich?

Nein, es hängt nur von der Menge ab. Der Körper braucht einen Energielieferanten und ca 40% Getreide im Futter sind gesund und natürlich.

Allergien auf Getreide sind extrem selten. Kohlehydrate sind nötig für die Verdauung und haben auch eine positive Wirkung auf das Gehirn und die Intelligenz.

Können wir Getreide durch Fleisch ersetzen?

Grundsätzlich ja. Dann muss der Körper Eiweiß zur Energieerzeugung verbrennen. Dabei fällt viel „ Müll“ an ( zb. Ammoniak ), den die Leber abbauen und die Niere ausscheiden muss. Beide Organe werden dadurch auf Dauer sehr belastet. Der Organismus unserer Hunde ist nicht für reine Fleischernährung geschaffen. Außerdem gibt es häufig Allergien auf Fleisch.

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Gesunde Snacks

Wie sag ichs meinem Hund ?

Belohnung ist das Um und Auf der Hundeerziehung, Bestrafung bewirkt meist das Gegenteil. Sehr häufig werden als Belohnung verschiedene Wurstprodukte verwendet. Diese haben meist zuviele Kalorien, Übergewicht hängt sehr oft mit ungeeigneten „Leckerli“ zusammen. Die Inhaltsstoffe von Wurst, wie Schweinefett, Gewürze, Geschmacksverstärker, Pökelstoffe usw. sind für Hunde völlig ungeeignet.

Die Tierklinik Tschabrun bietet Ihnen deshalb eine große Auswahl an gesunden Snacks an. Rinder – und Lammsoftstreifen, Känguru - , Straußenfleischsticks und Straußenfleischleckerli für allergische Hunde, EDUC als kalorienreduzierte Snacks und Snack-Knochen.

Ja, es stimmt schon: Liebe geht durch den Magen – am besten aber mit gesunden Snacks.

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